witchdream
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| Roastbeef |
25.11.2009 01:19  |
Mein Angst- und Hoffnungs-Rezept bisher: Roastbeef. Roastbeef ist das beste Stück nach Rinderfilet. Gelingt es, ist es göttlich. Versaut man es, versenkt man einen Festtagsbraten. Ewig vor mir hergeschoben, aber jetzt im ersten Anlauf wacker angegangen mit einem Nieder-Temperatur-Rezept. Resonanz der (kritischen) Mitesserin: Weit über höflich, stark enthusiastisch.
Roastbeef NT
Niedertemperatur bei 80°C
Zutaten für 4 Portionen:
1,2 kg Roastbeef
Sauce Béarnaise (Fertigprodukt kein Problem)
1 Pckg. Leipziger Allerlei (TK)
4 Port. Baby-Kartoffeln
3 Zweige Rosmarin
2 EL Thymian (getrocknet)
Olivenöl, Neutralöl
Salz, Pfeffer
1 EL Senf (mittelscharf)
Zubereitung
Roastbeef parieren (Fettrand dran lassen), mit Olivenöl einreiben, mit 1 Zweig gehacktem Rosmarin und Thymian einreiben. Straff in Frischhalte-Folie einwickeln und mind. 2 Stunden marinieren. Eine Stunde vor dem Braten aus Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur bringen.
Backofen (mit Fleischrost und Fettpfanne) auf 80°C Ober-/Unter-Hitze vorheizen (Kontrolle mit Ofenthermometer).
Pfanne stark anheizen, dann Neutralöl zugeben. Roastbeef von allen Seiten (auch die Anschnitte und die Fettseite) scharf anbraten (d.h. gute Kruste). Aus der Pfanne nehmen, mit Senf einreiben. Fleischthermometer einstecken (!!!), mit 55°C auf Nord. Mit der Fettseite nach unten auf den Fleischrost geben und 2,5 Stunden Garzeit einstellen (bei ca. 8 cm hohem Roastbeef).
Kartoffeln schrubben und in ca. 15 Minuten knapp gar kochen, abgießen, beiseite stellen.
TK-Gemüse in Pfanne bereit stellen.
Sauce Béarnaise in Rechaud-Töpfchen umfüllen und bereit stellen.
Bei Kerntemperatur von etwa 52°C Endphase einleiten:
- Sauce Béarnaise auf kleinster Stufe anwärmen, regelmäßig umrühren.
- TK-Gemüse mit etwas Brühe aufwärmen.
- Kartoffeln mit 1 Zweig Rosmarin (abgestreift) in Olivenöl anrösten.
- Servierplatte für Roastbeef im Ofen vorwärmen.
Bei 55°C Kerntemperatur das Roastbeef aus dem Ofen nehmen und dünn (!) aufschneiden. Sofort mit den Beilagen servieren (Kartoffeln mit frischem Rosmarin).
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witchdream
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04.03.2010 23:01  |
Selbst im ausklingenden Winter muss man sich salatmäßig nicht mit Grüngeschnetzeltem aus dem Supermarkt abgeben. Heute entdeckt und ausprobiert in der 50er-Jahre-Bibel für italienische Küche, dem "Silbernen Löffel", auf S. 439 / 1264:
Blumenkohlsalat als Antipasto
1 kleiner Blumenkohl
2 Eier, hartgekocht und gehackt
4 Sardellen, gehackt
1 EL Kapern
10 schwarze Oliven, geviertelt
reichlich Petersilie, gehackt
Pepperoni, rot, frisch, gehackt
Vinaigrette
Blumenkohl entstielen und in mundgerechte Stücke ("Röschen") schneiden und in Salzwasser mit einem Schuß Zitronensaft bissfest kochen.
Vinaigrette aus Olivenöl und Weißweinessig rühren.
Eier, Sardellen, Kapern, Pepperoni und Oliven zugeben, abschmecken. (Vorsichtig mit Salz wg. der Sardellen...)
Warmen Blumenkohl mit Vinaigrette übergießen, 1-2 Stunden ziehen lassen, ab & an wenden. Petersilie beigeben, lauwarm servieren.
Was passt: Weißbrot, Weißwein
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witchdream
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Dabei seit: 05.04.2002
Beiträge: 4407
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| Pizza |
20.05.2010 16:44  |
An das Räuchern hab ich mich noch nicht gewagt, aber mal wieder ein Rezept, damit der thread nicht einschläft:
Seit wir entdeckt haben, dass man im Supermarkt (Aldi, Edeka) backfertigen, ausgerollten Pizzateig kaufen kann, gibt's bei uns öfter mal selbstbelegte Pizza. Die mitgelieferte Tomatensauce ist gar nicht schlecht - wenn man sie intensiver mag, kann man getrocknete Tomaten, Kräuter oder roten Tomatenpesto untermischen.
Was man ganz schnell vergessen sollte, ist die Backanleitung (viel zu kurz, viel zu niedrige Temperatur, viel zu labberig). Statt dessen: Backofen mit Umluft auf 240° vorheizen. Backblech mit Backpapier belegen. Die Hefeteigplatte auflegen und mit den Handballen an die Blechkanten "hinarbeiten", so dass er dünn und gleichmäßig liegt. Ein paar mal mit der Gabel einstechen, damit er gleichmäßig aufgeht. Etwa 10 Minuten im Ofen vorbacken, bis der Teig gleichmäßig hell gebräunt und leicht kross ist.
Das Blech rausnehmen und den teig mit der Sauce bedecken.
Jetzt nach Geschmack belegen. Unser Lieblingsbelag (Hauptgericht für 3 Personen), in der angegebenen Reihenfolge auflegen:
- 2 Handvoll geschnittene Champignons (notfalls Dose)
- 1 kleiner Bund geschnittene Frühlingszwiebeln ( oder Schnittlauch)
- 1 Handvoll schwarze Oliven, halbiert
- 1 Dose Thunfisch
- 1 Handvoll geriebener Hartkäse nach Geschmack (z. B. Gouda, Parmesan)
- 1-2 frische Tomaten, in dünnen Scheiben
- 1 Packung Mozzarella, gewürfelt
Backen, bis der Mozarella zerläuft und leicht bräunt (ca. 5 Minuten).
Auf der heißen Pizza noch je 1 Handvoll gekochter Garnelen (oder Shrimps) und Basilikumblätter verteilen.
Schmeckt heiß, lauwarm oder am nächsten Tag kalt aus dem Kühlschrank...
Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von witchdream am 20.05.2010 16:52.
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nixda
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Dabei seit: 05.12.2005
Beiträge: 1972
Herkunft: Köln-München-Wien-Berlin
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01.06.2010 03:44  |
@Winter: Nein, im typischen touristischen Sinn lohnt es sich sicher nicht. Tokio hat natürlich seinen Kaiserpalast, ein paar Tempel und so eine Art Altstadt, aber dafür muss man sicher nicht 8000km anreisen.
Kyoto soll da touristisch interessanter sein, da war ich aber noch nicht.
Wenn man hier hinreist, dann muss man sich ein wenig für Japan interessieren. Aus meiner Sicht ist Japan wahrscheinlich das einzige Land, wo man noch so eine Art Kulturschock bekommen kann. Für Westler wirkt vieles hier auch skurril, zum Beispiel verteilen 16 Jährige in Zimmermädchen- oder Matrosenkostümchen auf der Straße Werbung für Restaurants, in dem die Bedienungen alle so bekleidet sind - das ist dann die japanische Variante von Hooters. Auch ist man mit Anfang 20 hier bereits zu alt für das Pop-Business - auf Plakaten und den Videowänden sind immer Teenies zu sehen, der Trend ist hier "Kawai" (süß), die Straßen voll mit Girlies. (Keine Sorge, ich reise mit Frau und Kind)
Man muss ein wenig Spaß dran haben durch Akihabara zu laufen, wo es lauter grelle Elektronikshops mit den allerneusten Gadgets gibt. Oder ein Besuch im ehemaligen Sündenbabel Roppongi machen. Oder Shopping in Ginza. Oder Leuten beim Pachinko spielen zusehen (Pachinko macht in Japan mehr Umsatz als die Autoindustrie)
Ansonsten ist das Essen hier erste Klasse: Von der Schmalzkringel, den wir in einer "normalen" Bäckerei gekauft haben, und der tatsächlich noch nach Schmalz und nicht nach Kokosfett schmeckte, über sehr gutes Rindfleisch, wie man es in Europa gar nicht mehr bekommt, Sushi und Sashimi in mehr Varianten, über die ganzen japanischen Kreationen, die man gar nicht so genau identifizieren kann, bis zu hervorragenden italienischen Pastagerichten. Die japanische Interpretation westlicher Küche ist ausgezeichnet.
Japan als Reiseland ist vielleicht am ehesten etwas für Leute, die schon überall waren, oder mal wohin wollen, wo sonst niemand hinfährt.
__________________ "It's far easier to tell what will happen than when it will happen".
Warren B.
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von nixda am 01.06.2010 03:45.
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