qwert
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Herkunft: Rostock
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Joe
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Dabei seit: 05.04.2002
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15.02.2010 21:26  |
Mir schwebt vor:
- warmes Wetter (Kaelte mag ich nicht)
- guenstiges Land
- erlernbare Sprache
- gute Infrastruktur
So ein Land habe ich bis jetzt noch nicht gefunden.
Ich tippe derzeit darauf, das Ecuador das alles bietet, muss aber erst noch selbst vor Ort hin.
Fuer Ecuador spricht:
- warmes Wetter
- guenstiges Land (BIP/Kopf unter 4000 US-Dollar p.a.)
- Sprache: Spanisch (regelmaessige, logische Sprache, die leichteste unter den romanischen Sprachen. Obendrein weit verbreitet. Viele Woerter kann man sich wegen ihrer Naehe zum Englischen hin gut merken, und man kann oft gut "raten" wie das Wort im spanischen heissen koennte wenn man deutsch und englisch kann).
- Infrastruktur: Ecuador ist ein Erdoel-exportierendes Land. Vielleicht gibt es deshalb dort bessere Stromversorgung als man es in anderen billigen Laendern in dieser Region erwarten wuerde.
- Waehrung ist der US-Dollar (Ecuador hat seine eigene Waehrung vor ein paar Jahren aufgegeben).
- Es gibt ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland.
- Ecuador ist recht vielfaeltig: Galapagosinseln gehoeren dazu, ebenso eine Vulkanreiche Gegend, als auch schoene Straende. Ecuador ist sehr Artenreich, je nach Gebiet und damit Klima.
Ich war schon 3 mal im Urlaub in Thailand. Wunderschoenes Land, und man kommt gut klar mit der dezenten Mentalitaet der Leute (ganz anders als mit den islamischen Laendern).
Technisch auf dem neuesten Stand, ueberall gibt es Internet (dagegen ist Muenchen ein Dorf), die Infrastruktur ist sehr gut, einkaufen gestaltet sich leicht und man bekommt die Dinge sehr guenstig.
Schlecht an Thailand (und der ganzen Suedost-asiatischen Region) duerfte vor allem die Sprache sein. Bei asiatischen Sprachen ist die Betonung und Stimmlage wichtig, was etwas ganz anderes ist als europaische Sprachen. Das schreckt ab.
Alternativ zu Thailand waere noch Hong Kong und Umgebung (Shenzhen, Macao). Englisch ist unter den gebildeten weit verbreitet. Und man findet vermutlich in der Region auch viele andere Privatiers in aehnlicher Lage wie man selbst. Und was machen Freundschaften aus? --> gemeinsame Interessen. (zuviel Wert wuerde ich darauf allerdings nicht legen, die besten Gespraeche haben wir doch eh hier im Forum).
Abgesehen von der Sprache wuerde ich Suedost-Asien empfehlen. Ist die Sprache wichtig, bleibt einem eigentlich nur die spanisch sprechenden Laender uebrig.
Die Dom.Rep. ist uebrigens sehr schoen was die Natur angeht. Als Nachteil wuerde ich die Infrastruktur und fehlendes Doppelbesteuerungsabkommen sehen. Dort wo die Infrastruktur gut ist, bist Du der Tourist an dem man reich werden moechte. Dort wo das "echte" Leben ist, ist man Touristen ueberhaupt nicht gewohnt. Das kann auch sehr anstrengend sein. Beispiel gefaellig? So moechte ich ein Motorad gerne mieten statt kaufen - und das gestaltet sich schwierig.
Wir haben einen gefragt was er fuer sein Motorrad moechte.
14.000 Pesos.
Und wenn ich es fuer 3 Monate mieten moechte? 5.000 Pesos pro Monat. "Aeh, Du sagst also 15.000 Pesos fuer 3 Monate fuers leihen, oder 14.000 wenn ich es kaufe?!"
"Ja." - Aber dann ist es doch besser das Motorad zu kaufen?
Tatsaechlich?!
Dann biete ich also 2.000 Pesos fuer 3 Monate. Nein,nein, das ist viel zu wenig. Und dann setzt er sich aufs Motorad und faehrt weg, mag nicht mehr weiter handeln.
In einem anderen Fall habe ich 3.000 Pesos fuer 3 Monate vorgeschlagen, und der Verleihwillige behaarte aber auf 9.000. Auch als ich mit dem Preis auf 5.000 hochgegangen bin, kam er mir nicht entgegen. Dabei muss man bedenken, dass ein Motorrad zum kaufen ca. 15.000 bis 20.000 Pesos kostet. Da finde ich 9.000 nicht gerade wenig, und die Alternative ist ja, dass das Motorrad bei ihm ungenutzt vor sich hingammelt. Und ein Monatslohn sind ca. 5000 Pesos. Das sind 3x3000 Pesos fuers nix tun nicht schlecht. Aber so ticken die Dominikaner nicht. Sie wollen entweder das grosse Geld (und sehen den weissen in dir) oder gar nichts. Dazwischen geht nicht. Die sind zu bloed. Mit denen kann man nicht gescheit verhandeln.
Waesche waschen (eine Tuete) - die eine will 20 Euro, die andere 20 Cent. Also es ist manchmal zum schreien und kann sehr frustrierend sein.
Man kauft sich also am besten immer alles neu und lebt autark. Aber das ist schwer, wenn man sich nicht festlegen moechte ob man auch dauerhaft in der Dom.Rep. bleiben moechte. Und viele Dinge gibt es immer nur in der Hauptstadt. Fuer einen Internetanschluss musste ich z.b. nach Santo Domingo. Das geht nur dort, in keiner anderen Stadt sonst. Typisch.
Die Dom.Rep. sind gut von Europa zu erreichen (guenstige Fluege, oft unter 200 Euro fuer hin- und Rueckflug.)
Das spanisch ist gut zu verstehen. Es ist ein sehr freies land ohne viele Zwaenge. Man braucht keinen Motorradhelm, kein Nummernschild, die Strassen haben in den kleinen Orten und Doerfern oft keine Namen (sind eh 80% Analphabeten), und es geht sehr entspannt zu. Was die Sicherheit angeht, es soll angeblich sehr sicher sein.
Man kann seine Einkaufstueten vergessen und stehenlassen und sie sind in ein paar Stunden immer noch da. Meine Erfahrung. Dennoch gibt es vor allen Fenstern Gitter wie vor einem Gefaengnis. Vielleicht aus gutem Grund? Ich habe nie von irgendeinem Vorfall irgendwo gehoert, aber man wird staendig gewarnt. Insbesonder Amis scheinen da Paranoid zu sein.
Zurueck zu Thailand zum Vergleich: In Thailand ist handeln kein Problem, und man bekommt ueberall immer alles was man sich wuenscht fuer wenig Geld. Fuer Geschaefte haben sie dort Sinn. Aber die Sprache - Auwei.
Gruss, Joe
__________________ Früher war sogar die Zukunft besser.
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caedmon
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